Die Bahn und der Plan...
...zur Errichtung der Windschar
Der Bau der Eisenbahn von Bruneck nach Sand in Taufers war ausschlaggebend für den Bau des Gasthauses „Windschar“. Im Jahre 1907 war man mit der Montage der Bahngeleise bereits bis zum „Hohen Kreuz“ kurz vor Gais vorgestoßen.
Die
Witwe Maria Harrasser-Hellweger, bereits 59jährig, war eine sehr kluge und weitsichtige Frau und erkannte, dass mit dem Zug auch der wirtschaftliche Aufschwung ins ärmliche Tauferertal einziehen würde. So begann sie im Frühling 1908 eilends mit dem Bau des Gasthofes neben der geplanten Zughaltestelle und konnte bereits im November
feierlich die „Windschar“ eröffnen. Die normalspurige und elektrisch betriebene Eisenbahn wurde im Juli 1908 eröffnet. Sechs Züge verkehrten täglich von Bruneck nach Sand in Taufers, der erste davon bereits um 4 Uhr früh, wobei neben den Personenabteilen einige Wagons für Holz- und Viehtransport angekoppelt waren. Gemächliche 50 Minuten brauchte der Zug für die rund 15 Kilometer von Bruneck nach Sand in Taufers. Dies mag unter anderem wohl auch ein Grund gewesen sein, dass im Jahre 1957 der Bahnbetrieb wegen Unrentabilität eingestellt werden musste. Inzwischen „rasten“ nämlich
zusehends öfter private Autos mit 30 km/h über die staubigen Schotterstraßen der Dörfer und machten das Gesellschaftsleben immer schneller und individueller. Trotzdem der Bahnverkehr durch einen öffentlichen Busdienst ersetzt wurde, weinte man dem „
Taufra Bahnl“ lange Zeit nach. Eine Wehmut, die beharrlich nachklingt - denn die gute, alte Bahn wäre heute wohl eine
lohnende Touristenattraktion.
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Welch wundervolle Märchen doch das Buch der Geschichte schreibt: auf dem Foto, links klein Monika Wanker (später verh. Kronbichler) im Jahre 1957 auf fröhlicher Fahrt in der Eisenbahn von Bruneck nach Gais. Sie weiß noch nicht, dass ebendort die glückvolle „Haltestelle“ ihres Lebens sein wird. |